Wie viele Menschen in Deutschland fahren E-Scooter 2026? Statistik, Zahlen und Trends

Wie viele Menschen in Deutschland fahren E-Scooter 2026 Statistik, Zahlen und Trends

E-Scooter gehören inzwischen zum Straßenbild vieler deutscher Städte. Sie werden für kurze Strecken, den Weg zur Arbeit, spontane Erledigungen und als Ergänzung zu Bus und Bahn genutzt. Neben den bekannten Leihrollern setzen immer mehr Menschen auf ein eigenes elektrisches Kleinstfahrzeug.

Doch wie viele Menschen in Deutschland fahren 2026 tatsächlich E-Scooter? Eine eindeutige Gesamtzahl ist nicht ohne Weiteres verfügbar, denn es macht einen Unterschied, ob man private Besitzer, Nutzer von Sharing-Angeboten oder alle Menschen zählt, die gelegentlich einen E-Scooter fahren.

Aktuelle Zahlen geben dennoch einen guten Überblick über die Entwicklung. Nach Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) waren Ende 2025 rund 1,66 Millionen E-Scooter in Deutschland versichert. Das zeigt, wie verbreitet die Fahrzeuge mittlerweile sind. Allerdings entspricht die Zahl der versicherten Roller nicht automatisch der Zahl ihrer Fahrerinnen und Fahrer. Quelle: GDV: E-Scooter-Bestand in Deutschland.

1. Wie viele E-Scooter gibt es 2026 in Deutschland?

Für eine Einschätzung der Verbreitung lohnt sich zunächst der Blick auf den Fahrzeugbestand. Dabei sind sowohl privat gekaufte E-Scooter als auch gewerblich vermietete Fahrzeuge relevant.

Der GDV meldete im August 2026 auf Grundlage seiner Kfz-Statistiken folgende Zahlen:

Kennzahl Ergebnis
Versicherte E-Scooter Ende 2025 Rund 1,66 Millionen
Davon private E-Scooter Rund 1,36 Millionen
Anteil privater Fahrzeuge Rund 80 %
Versicherte E-Scooter im Jahr 2022 Rund 764.000

Die Zahlen zeigen, dass der Bestand innerhalb weniger Jahre erheblich gewachsen ist. Besonders bemerkenswert ist der hohe Anteil privater Fahrzeuge. E-Scooter sind also nicht mehr nur ein Angebot von Sharing-Unternehmen, sondern zunehmend ein privat genutztes Verkehrsmittel.

Wichtig: Diese Werte beschreiben den Fahrzeugbestand und nicht die Anzahl der Menschen, die E-Scooter fahren. Ein Roller kann von mehreren Personen genutzt werden, während andere Besitzer ihr Fahrzeug nur selten verwenden. Außerdem können Menschen ohne eigenen Roller regelmäßig Leihangebote nutzen.

2. Wie viele Menschen nutzen E-Scooter tatsächlich?

Die Zahl der tatsächlichen Nutzer lässt sich schwieriger bestimmen als der Fahrzeugbestand. Nicht jeder E-Scooter-Fahrer besitzt einen eigenen Roller. Umgekehrt fährt nicht jeder Besitzer regelmäßig.

Für die Nutzung von Leihrollern gibt es eigene Statistiken. Das Marktforschungsportal Statista veröffentlicht beispielsweise Daten zur Anzahl der Nutzer von E-Scooter-Sharingdiensten in Deutschland sowie zur Entwicklung seit 2017 und zu Prognosen bis 2029.

Eine weitere Erhebung untersuchte die E-Scooter-Nutzung zwischen 2022 und 2025. Dafür wurden im zweiten Quartal 2025 insgesamt 5.567 Menschen im Alter von 18 bis 64 Jahren befragt. Erfasst wurde unter anderem, ob sie innerhalb der vergangenen zwölf Monate einen E-Scooter gebucht hatten.

Quellen:

Die genauen Nutzerwerte sind in den frei zugänglichen Darstellungen teilweise nicht vollständig sichtbar. Deshalb wäre es unseriös, daraus ohne überprüfbare Zahlen eine konkrete Gesamtzahl für 2026 abzuleiten.

Für eine belastbare Schätzung müssten sowohl die Nutzer privater E-Scooter als auch die Nutzer von Leihrollern berücksichtigt werden. Dabei wäre außerdem zu prüfen, ob Personen, die beide Varianten nutzen, doppelt gezählt werden.

3. Wie viele Haushalte besitzen einen E-Scooter?

Eine weitere wichtige Datenquelle ist das Statistische Bundesamt (Destatis). Laut einer im März 2026 veröffentlichten Auswertung besaßen private Haushalte in Deutschland im Jahr 2023 insgesamt rund 1,4 Millionen E-Scooter. Das entsprach etwa 2,9 Prozent der mehr als 40,8 Millionen Haushalte. Quelle: Destatis: 1,4 Millionen E-Scooter in Privathaushalten.

Diese Zahlen sind besonders interessant, weil sie zeigen, dass der private Besitz inzwischen eine bedeutende Rolle spielt. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass die Haushaltsdaten aus dem Jahr 2023 stammen und daher nicht den vollständigen Stand für 2026 abbilden.

Statistik Wert Bezugsjahr
E-Scooter in Privathaushalten 1,4 Millionen 2023
Haushalte mit mindestens einem E-Scooter 2,9 % 2023
Privat versicherte E-Scooter Rund 1,36 Millionen Ende 2025
Alle versicherten E-Scooter Rund 1,66 Millionen Ende 2025

Die Angaben stammen aus unterschiedlichen Erhebungen und sind deshalb nicht direkt gleichzusetzen. Insbesondere können sich die Erfassungsmethoden und die Definition des Fahrzeugbestands unterscheiden.

4. Warum fahren immer mehr Menschen E-Scooter?

Es gibt mehrere Gründe, weshalb E-Scooter für viele Menschen attraktiv sind.

Kurze Wege schnell zurücklegen

E-Scooter eignen sich vor allem für kurze Strecken. Wer beispielsweise vom Bahnhof zur Arbeitsstelle oder von der Wohnung zum Supermarkt fahren möchte, kann mit einem E-Scooter Zeit sparen. In dicht besiedelten Stadtgebieten kann das eine praktische Alternative zum Auto sein.

Ergänzung zu Bus und Bahn

Viele Menschen nutzen E-Scooter als Ergänzung zum öffentlichen Nahverkehr. Sie können beispielsweise den Weg zwischen der Haltestelle und dem eigentlichen Ziel überbrücken. Besonders bei größeren Bahnhöfen oder längeren Wegen innerhalb einer Stadt kann das hilfreich sein.

Flexible Nutzung durch Sharing-Angebote

Leihroller lassen sich über Apps buchen und nach der Fahrt entsprechend den örtlichen Regeln abstellen. Ein eigener E-Scooter muss weder gekauft noch dauerhaft mitgeführt werden. Gerade für gelegentliche Fahrten ist das eine interessante Möglichkeit.

Eigener E-Scooter für den Alltag

Wer regelmäßig dieselben Strecken zurücklegt, entscheidet sich möglicherweise für ein eigenes Fahrzeug. Dadurch entfallen die wiederkehrenden Mietkosten. Hinzu kommt, dass der Roller jederzeit verfügbar ist und individuell ausgewählt werden kann.

5. Wer nutzt E-Scooter besonders häufig?

E-Scooter sind vor allem in Städten sichtbar, in denen kurze Wege und Sharing-Angebote eine wichtige Rolle spielen. Eine bundesweit repräsentative Aussage darüber, welche Bevölkerungsgruppe 2026 insgesamt am häufigsten fährt, lässt sich aus den Bestandszahlen allein jedoch nicht ableiten.

Interessante Hinweise liefert die Unfallstatistik. Nach Angaben von Destatis waren 2025 insgesamt 53,6 Prozent der bei E-Scooter-Unfällen Verunglückten jünger als 25 Jahre. 83,7 Prozent waren jünger als 45 Jahre.

Diese Zahlen sprechen dafür, dass jüngere Erwachsene im E-Scooter-Verkehr eine wichtige Rolle spielen. Sie sind allerdings keine direkte Nutzerstatistik: Die Altersverteilung der Unfallopfer darf nicht mit der Altersverteilung aller E-Scooter-Fahrenden gleichgesetzt werden.

Quelle: Destatis: E-Scooter-Unfälle im Jahr 2025.

6. E-Scooter 2026: Wie sicher ist das Verkehrsmittel?

Mit der zunehmenden Verbreitung rückt auch die Sicherheit stärker in den Fokus. Die Unfallzahlen zeigen, dass E-Scooter-Fahrende im Straßenverkehr besondere Vorsicht benötigen.

Destatis registrierte 2025 insgesamt 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden. Das waren 38,1 Prozent mehr als 2024. Bei diesen Unfällen kamen 38 Menschen ums Leben.

Zu den häufigsten festgestellten Fehlverhaltensweisen gehörte die falsche Benutzung der Fahrbahn oder von Gehwegen. E-Scooter müssen vorhandene Radwege oder Radfahrstreifen nutzen. Wenn diese nicht vorhanden sind, gelten die jeweils einschlägigen Regeln für die Fahrbahn beziehungsweise den Seitenstreifen. Gehwege sind grundsätzlich tabu.

Wer einen E-Scooter fährt, sollte deshalb besonders auf folgende Punkte achten:

  • Verkehrsregeln und örtliche Abstellvorschriften beachten.

  • Nicht zu zweit auf einem E-Scooter fahren.

  • Alkohol vor der Fahrt vermeiden.

  • Geschwindigkeit und Fahrweise an die Verkehrssituation anpassen.

  • Bei Dunkelheit auf funktionierende Beleuchtung achten.

  • Beim Abstellen Fußwege, Einfahrten und Zugänge freihalten.

Die steigenden Unfallzahlen bedeuten nicht automatisch, dass jede einzelne Fahrt gefährlicher geworden ist. Dafür müsste man zusätzlich wissen, wie viele Menschen fahren und wie viele Kilometer insgesamt zurückgelegt werden.

7. Wie wird sich die E-Scooter-Nutzung in Deutschland entwickeln?

Die Entwicklung der vergangenen Jahre deutet darauf hin, dass E-Scooter ein fester Bestandteil der urbanen Mobilität bleiben. Der versicherte Bestand ist deutlich gewachsen, und der private Besitz hat inzwischen einen hohen Anteil erreicht.

Wie stark die Nutzerzahlen 2026 und in den kommenden Jahren tatsächlich steigen, hängt von mehreren Faktoren ab:

  • der Qualität der Radverkehrsinfrastruktur,

  • der Verfügbarkeit und den Preisen von Sharing-Angeboten,

  • den örtlichen Regeln für das Abstellen von Leihrollern,

  • der Sicherheit im Straßenverkehr,

  • den Kosten für Anschaffung, Versicherung und Wartung.

Auch die Konkurrenz durch Fahrräder, E-Bikes und öffentliche Verkehrsmittel spielt eine Rolle. Für längere Strecken sind E-Scooter nicht für alle Menschen die beste Lösung. Auf kurzen Wegen können sie jedoch eine praktische Ergänzung sein.

Fazit: Wie viele Menschen in Deutschland fahren E-Scooter 2026?

Eine verlässliche, bundesweite Gesamtzahl aller Menschen, die 2026 E-Scooter fahren, lässt sich anhand der hier verfügbaren Daten nicht eindeutig nennen. Die Fahrzeugzahlen zeigen aber deutlich, dass das Verkehrsmittel an Bedeutung gewonnen hat.

Die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:

  • Ende 2025 waren rund 1,66 Millionen E-Scooter in Deutschland versichert.

  • Davon befanden sich rund 1,36 Millionen Fahrzeuge in Privatbesitz.

  • In privaten Haushalten gab es laut Destatis im Jahr 2023 rund 1,4 Millionen E-Scooter.

  • Sharing-Angebote ergänzen den privaten Fahrzeugbestand, ihre Nutzer müssen jedoch gesondert betrachtet werden.

  • Die Unfallzahlen verdeutlichen, wie wichtig rücksichtsvolles und regelkonformes Fahren ist.

Die entscheidende Antwort lautet daher: Millionen E-Scooter sind in Deutschland inzwischen im Einsatz beziehungsweise versichert. Wie viele unterschiedliche Menschen sie tatsächlich nutzen, ist eine andere Frage, für die eine aktuelle, umfassende Nutzerstatistik erforderlich wäre. Wer die Verbreitung 2026 beurteilen möchte, sollte deshalb zwischen Fahrzeugbestand, privatem Besitz und tatsächlicher Nutzung unterscheiden.

Nach oben scrollen