Fahrradverkäufe Deutschland Statistik Tabelle: Gesamtzahl verkaufter Räder, E-Bike-Anteil und Marktvolumen 2026

Der deutsche Fahrradmarkt hat sich nach den starken Wachstumsjahren während der Corona-Pandemie auf einem weiterhin hohen Niveau stabilisiert. Nach den aktuellen Marktdaten des ZIV – Die Fahrradindustrie wurden 2025 in Deutschland rund 3,8 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft. Davon entfielen etwa 52,7 Prozent auf E-Bikes und 47,3 Prozent auf klassische Fahrräder.

Für 2026 liegen inzwischen auch erste Halbjahresdaten vor. Der ZIV meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg des Fahrradabsatzes um annähernd 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei E-Bikes stieg der Verkauf um rund 2 Prozent. Eine vollständige Jahresstatistik für 2026 liegt zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht vor.

Fahrradverkäufe Deutschland: Statistik-Tabelle

Jahr Verkaufte Fahrräder & E-Bikes E-Bike-Anteil E-Bikes verkauft Marktumsatz
2019 ca. 4,31 Mio. ca. 31 % ca. 1,36 Mio. ca. 4,0 Mrd. €
2020 ca. 5,04 Mio. ca. 38 % ca. 1,95 Mio. ca. 6,44 Mrd. €
2021 ca. 4,70 Mio. ca. 43 % ca. 2,02 Mio. ca. 6,56 Mrd. €
2022 ca. 4,61 Mio. ca. 48 % ca. 2,20 Mio. ca. 7,36 Mrd. €
2023 ca. 3,95 Mio. ca. 53 % ca. 2,10 Mio. ca. 7,06 Mrd. €
2024 ca. 3,85 Mio. 53 % ca. 2,05 Mio. ca. 6,33 Mrd. €
2025 ca. 3,80 Mio. 52,7 % ca. 2,00 Mio. 5,85 Mrd. €
2026 noch nicht verfügbar noch nicht verfügbar noch nicht verfügbar noch nicht verfügbar

Quelle: ZIV – Die Fahrradindustrie; für 2026 liegen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zunächst Halbjahresdaten vor. Historische Werte können aufgrund von Rundungen leicht abweichen.

Rund 3,8 Millionen Fahrräder und E-Bikes im Jahr 2025 verkauft

2025 wurden nach Angaben des ZIV rund 3,8 Millionen Fahrräder und E-Bikes in Deutschland verkauft. Damit lag der Absatz 3,9 Prozent unter dem Vorjahreswert von etwa 3,95 Millionen Fahrzeugen.

Der Rückgang fällt damit deutlich geringer aus als während der stärkeren Marktbereinigung nach dem Fahrradboom. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass der deutsche Markt weiterhin ein erhebliches jährliches Absatzvolumen erreicht.

Besonders interessant ist die Verteilung zwischen klassischen Fahrrädern und E-Bikes. Von den rund 3,8 Millionen verkauften Fahrzeugen entfielen ungefähr 2 Millionen auf E-Bikes. Der Anteil der Fahrräder mit elektrischer Unterstützung lag damit bei 52,7 Prozent.

E-Bike-Anteil liegt weiterhin über 50 Prozent

Das E-Bike hat sich in Deutschland dauerhaft als wichtiger Bestandteil des Fahrradmarktes etabliert. 2025 lag sein Anteil an den Verkäufen bereits bei 52,7 Prozent.

Damit wurden erstmals beziehungsweise weiterhin mehr E-Bikes als klassische Fahrräder verkauft. Der Anteil der herkömmlichen Fahrräder lag bei 47,3 Prozent.

Die langfristige Entwicklung zeigt den deutlichen Strukturwandel des Marktes:

Jahr E-Bike-Verkäufe
2015 ca. 0,5 Mio.
2017 ca. 0,7 Mio.
2019 ca. 1,4 Mio.
2020 ca. 2,0 Mio.
2021 ca. 2,0 Mio.
2022 ca. 2,2 Mio.
2023 ca. 2,1 Mio.
2024 ca. 2,1 Mio.
2025 ca. 2,0 Mio.

Die ZIV-Daten zeigen, dass sich der E-Bike-Absatz seit 2020 trotz zwischenzeitlicher Schwankungen relativ stabil um die Marke von zwei Millionen Fahrzeugen pro Jahr bewegt.

Marktvolumen sinkt 2025 auf 5,85 Milliarden Euro

Beim Umsatz entwickelte sich der Fahrradmarkt 2025 schwächer als beim reinen Absatz. Der Gesamtumsatz aus dem Verkauf von Fahrrädern und E-Bikes lag laut ZIV bei 5,85 Milliarden Euro.

Das entspricht einem Rückgang von 7,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. 2024 wurden noch mehr als 6,33 Milliarden Euro umgesetzt.

Ein wesentlicher Faktor sind die Preisentwicklungen und Rabattaktionen im Handel. Der ZIV berichtet für 2025 von leicht rückläufigen durchschnittlichen Verkaufspreisen bei E-Bikes, während die Preise klassischer Fahrräder weitgehend stabil blieben.

Fahrradmarkt 2024 und 2025 im Vergleich

Kennzahl 2024 2025 Veränderung
Fahrräder & E-Bikes verkauft 3,85 Mio. 3,80 Mio. -3,9 %
E-Bikes verkauft 2,05 Mio. ca. 2,00 Mio. -4,8 %
E-Bike-Anteil 53,0 % 52,7 % leicht rückläufig
Marktumsatz 6,33 Mrd. € 5,85 Mrd. € -7,7 %

Die Zahlen verdeutlichen, dass sich Absatz und Umsatz unterschiedlich entwickeln können. Während die verkaufte Stückzahl 2025 nur moderat zurückging, verringerte sich der Branchenumsatz stärker.

Was zeigen die ersten Fahrradmarkt-Daten für 2026?

Für das Jahr 2026 ist derzeit noch keine vollständige Jahresstatistik verfügbar. Die im September 2026 veröffentlichte ZIV-Halbjahresbilanz liefert jedoch erste Hinweise auf die Marktentwicklung.

Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Absatz klassischer Fahrräder gegenüber dem Vorjahreszeitraum um annähernd 10 Prozent. Der Verkauf von E-Bikes legte dagegen um rund 2 Prozent zu. Auch die Produktion entwickelte sich positiv.

Nach Angaben des ZIV konnten zudem die zuvor hohen Lagerbestände im Handel und bei den Herstellern weitgehend abgebaut werden. Das ist für die Interpretation der Absatzentwicklung relevant, weil die vergangenen Jahre teilweise durch den Abbau von Lagerbeständen geprägt waren.

Deutschland bleibt ein großer Fahrradmarkt

Die Bedeutung des Fahrradmarktes zeigt sich auch am Bestand. Ende 2025 befanden sich laut ZIV insgesamt rund 90,6 Millionen Fahrräder und E-Bikes in Deutschland. Davon entfielen mehr als 17 Millionen auf E-Bikes.

Damit gibt es in Deutschland deutlich mehr Fahrräder und E-Bikes als Einwohner. Der hohe Fahrzeugbestand schafft gleichzeitig einen großen Markt für Reparaturen, Ersatzteile, Zubehör und Wartungsleistungen.

Der ZIV berichtet für 2025 beispielsweise von einem deutlichen Wachstum des Werkstattgeschäfts. Die Umsätze der Werkstätten stiegen im Jahresvergleich um 13,5 Prozent.

Entwicklung des Fahrradmarktes seit dem Corona-Boom

Die Jahre 2020 bis 2022 waren durch außergewöhnlich hohe Nachfrage geprägt. Fahrräder und E-Bikes wurden während der Pandemie verstärkt für Freizeit, Sport und Alltagsmobilität gekauft.

Anschließend setzte eine Normalisierung ein. 2023 und 2024 gingen die Verkaufszahlen zurück, während gleichzeitig teilweise hohe Lagerbestände im Handel vorhanden waren.

2025 setzte sich diese Normalisierung fort. Die Verkaufsmenge sank nochmals leicht, gleichzeitig konnte sich der Markt nach Einschätzung des ZIV auf einem stabilen Niveau konsolidieren.

E-Bike bleibt zentrale Säule des deutschen Fahrradmarktes

Die Statistik für 2025 macht deutlich, dass E-Bikes inzwischen mehr als die Hälfte des deutschen Fahrradabsatzes ausmachen. Rund zwei Millionen verkaufte E-Bikes stehen etwa 1,8 Millionen klassischen Fahrrädern gegenüber.

Dabei beschränkt sich die Nachfrage längst nicht nur auf klassische Pedelecs. Verschiedene Modellgruppen wie E-Mountainbikes, E-Citybikes, E-Trekkingräder, Lastenräder und leichte E-Bikes haben den Markt zunehmend ausdifferenziert.

Parallel dazu bleiben klassische Fahrräder relevant. Der ZIV verweist unter anderem auf eine anhaltende Nachfrage nach Gravel- und Rennrädern.

Fahrradverkäufe Deutschland 2026: Fazit

Die aktuell verfügbaren ZIV-Daten zeichnen für Deutschland ein differenziertes Bild. Im vollständigen Geschäftsjahr 2025 wurden rund 3,8 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft. Der E-Bike-Anteil lag mit 52,7 Prozent weiterhin über der 50-Prozent-Marke. Rund zwei Millionen verkaufte E-Bikes unterstreichen die Bedeutung der elektrischen Fahrräder für den Gesamtmarkt.

Das Marktvolumen lag 2025 bei 5,85 Milliarden Euro. Damit blieb der Umsatz zwar unter dem Niveau der Vorjahre, gleichzeitig erreichte der Markt weiterhin ein erhebliches Volumen.

Für 2026 liegen inzwischen Halbjahresdaten vor. Diese zeigen einen steigenden Fahrradabsatz und einen moderaten Zuwachs bei E-Bikes. Die endgültige Statistik für das Gesamtjahr 2026 wird erst mit der nächsten vollständigen ZIV-Marktdatenauswertung vorliegen.

Quellen und weiterführende Informationen

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